Was ist Yoga?

Yoga ist eines von sechs klassischen Systemen der hinduistischen Philosophie, dessen Wurzeln über 5'000 Jahre alt sind. Yoga umfasst vielerlei Disziplinen, deren äusserstes Ziel es ist, den Körper, Geist und Seele zu vereinen. Es gibt vier klassische Yogawege: Karma Yoga (Taten und selbstloses Handeln), Bhakti Yoga (Verehrung und Hingabe), Raja Yoga (Meditation) und Jnana Yoga (innere Weisheit und Erkenntnis). Hatha Yoga ist Teil des Raja Yoga und konzentriert sich auf körperliche Übungen (Asanas). Ihr vorrangiges Ziel war zunächst, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz - in der Regel im Lotussitz - verweilen konnte. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Die Asanas wurden weiter entwickelt und die körperliche Betätigung im Yoga bekam einen immer höheren Stellenwert. Heute denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur noch an Hatha Yoga; die körperlichen Übungen.

Bikram Yoga

Mit über 600 unabhängigen Studios weltweit gehört Bikram Yoga zu den populärsten Hatha Yoga-Stilen. Die Serie besteht aus 26 Hatha Yoga-Übungen, die bei einer Raumtemperatur von 40°C praktiziert wird. Das warme Raumklima unterstützt die tiefe Muskel- und Sehnenarbeit, erhöht die Beweglichkeit und fördert die Entgiftung des Körpers.

Bikram Yoga erfordert keine Vorkenntnisse. Jeder kann einsteigen, egal ob jung oder alt, schlank oder pfundig, beweglich oder ein wenig eingerostet - jeder startet auf seinem Niveau.

Der Inder Bikram Choudhury lehrt seine Yoga-Methode seit den 1970er Jahren in den USA und bildet persönlich alle Bikram Yoga Lehrer aus. Egal, wo auf der Welt du Bikram Yoga praktizierst, du wirst immer die gleichen Bedingungen erleben: 26 Übungen bei 40°C.

 

Über Bikram Choudhury

Yogiraj Bikram Choudhury wurde 1946 in Kalkutta geboren. Bereits mit 4 Jahren begann er mit Yoga bei seinem Guru Bishnu Ghosh (Bruder von Paramahansa Yogananda, Autor von 'Autobiographie eines Yogi'). Mit 13 Jahren wurde er jüngster Yoga-Champion Indiens und blieb mehrere Jahre ungeschlagen. Swami Sivananda, einer der grössten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts, gab Bikram den Titel 'Yogi Raj' (König der Yogis).

Als Teenager verfolgte Bikram eine Karriere als Athlet, wurde Marathonläufer und Weltklasse-Gewichtheber. Mit 17 Jahren zerschmetterte er bei einem Gewichthebeunfall sein Knie. Europäische Ärzte prognostizierten, dass er nie mehr werde gehen können und sein Bein amputiert werden müsse. Bikram akzeptierte diese Diagnose nicht und kehre zur Schule von Bishnu Ghosh zurück, um mit Hilfe von Yoga sein Knie zu behandeln. 6 Monate später war seine schwere Verletzung vollkommen geheilt.

 

Nach diesem Erfolg perfektionierte Bikram seine Yoga-Methode und gründete mehrere Yoga-Schulen in Indien und in Japan. In Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik in Tokio konnte Bikram die Wirkung von Hatha Yoga wissenschaftlich nachweisen.

Auf Einladung von Präsident Nixon und Drängen von Shirley MacLaine kam Bikram 1973 in die USA, von wo er seither seine Methode erfolgreich lehrt. Zusammen mit seiner Frau Rajashree Choudhury leitet er das Bikram Yoga College of India in Beverly Hills. Rajashree Choudhury besitzt einen indischen Universitätsabschluss in Hatha Yoga Therapie und ist spezialisiert auf die Behandlung von chronischen Krankheiten. Zurzeit existieren weltweit über 600 unabhängige Studios, in denen ausschliesslich Bikram Yoga unterrichtet wird. Jeder Lehrer wird von Bikram und Rajashree Choudhury persönlich ausgebildet.

Weitere Informationen zu allen Schulen auf www.bikramyoga.com

 

 

Warum der geheizte Raum?

Die Temperatur des Yogaraums ist ähnlich wie die Temperatur unseres Körpers. Die äusserliche Wärme ermöglicht ein schonendes und effektives Ausführen der Übungen. Sie regt Herz und Kreislauf an, fördert die Kondition und beschleunigt als Katalysator die biochemischen Reaktionen im Körper. Durch das Schwitzen werden Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt.

Aufgrund der Wärme achtet man automatisch mehr auf die Atmung und geht nicht über seine Grenzen. Auch verhindert die Wärme, dass zwischen den Übungen der Körper in der Entspannung auskühlt und senkt so die Verletzungsgefahr. Das ungewohnte Raumklima stärkt ausserdem die Willenskraft, Selbstdisziplin und Konzentration.

Yoga ist für alle geeignet. Die aus hunderten Asanas ausgewählten 26 Übungen und zwei Atemübungen (Pranayama) sind Grundbewegungen des Hatha Yoga und wirken auch, wenn sie nur teilweise ausgeführt werden können. Jeder kann mitmachen, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, alt oder jung, beweglich oder etwas eingerostet, schlank oder pfundig.

Regelmässiges Bikram Yoga wirkt sich sehr positiv aus:

- stärkt das Immunsystem
- verbessert die Flexibilität der Wirbelsäule
- fördert Konzentration und mentale Kraft
- baut Stress und Müdigkeit ab
- stärkt die Rückenmuskulatur
- verbessert die Körperhaltung
- reguliert das Körpergewicht
- verbessert die Lungenfunktion
- stärkt alle Muskeln, Gelenke und Knochen
- hält jung!